Taufe

Taufbecken in St. Johannes Evangelist

Tauftermine:

in der Kirche St. Marien

an jedem 1. Sonntag im Monat um 11.45 Uhr

in der Filialkirche St. Michael

an jedem 3. Samstag im Monat um 16.00 Uhr

in der Kirche St. Johannes Evangelist

an jedem 1. Sonntag im Monat um 15.00 Uhr

in der Kirche St. Katharina

einmal im Monat sonntags um 12.00 Uhr

in der Kirche Zu Unserer Lieben Frau

nach Absprache samstags um 15.00 Uhr

oder sonntags um 11.45 Uhr

Taufkapelle in St. Marien

Gott ruft jedes Kind bei seinem Namen „Müssen wir unser Kind eigentlich taufen lassen?“ fragen Eltern zuweilen. Die Frage ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten. Die Taufe ist ja schließlich kein magisches Ritual, um Unheil von dem Säugling abzuwenden. Sie ist auch keine Eintrittskarte in den Himmel. Gottes Liebe gilt allen Menschen, gleich ob sie getauft wurden oder nicht. Aber warum dann Taufen? Ganz einfach: Weil die Taufe ein Sakrament ist, ein Zeichen des angenommenen Glaubens. Durch die Taufe werden wir in die Gemeinschaft der Gläubigen - also die Kirche - aufgenommen. Mit der Taufe beginnen wir ein Leben als Christen, als Zeugen und Nachfolger Jesu Christi. Das ist ein Segen und auch eine Verpflichtung. Die Verpflichtung, diese Kirche gut und segensreich mitzugestalten und zu vertreten. In der Taufe eines Kindes feiern die Eltern und Freunde, dass das Kind von Gott bei seinem eigenen Namen gerufen wird und niemals vergessen wird. Diese frohe Botschaft sollen wir nicht nur hören, sie wird auch durch Zeichen und Gesten sinnlich erfahrbar. Die Salbung zeigt, dass der Glaube stark macht. Das Wasser wäscht rein, denn vor Gott trägt jeder ein weißes Kleid. So macht die Taufe keine Christen, vielmehr ist sie die sichtbare, ausdrückliche und unwiderrufbare Besiegelung des Glaubens und der geschenkten Nähe Gottes an uns. Deswegen ist die Taufe ein Fest – Anlass zur Freude und zum Feiern.

Taufmuschel in Zu Unserer Lieben Frau

Der Auftrag Jesu an uns Jesus selbst hat seinen Jüngern den Auftrag zur Taufe gegeben, den die Kirche in ihrer Nachfolge bis heute erfüllt. „Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 16-20).  

Die Taufkerze

Die Taufkerze ist ein Zeichen (ein Symbol) für den auferstandenen Christus. Jesus hat sich selbst als „Licht der Welt“ bezeichnet (Johannes 8,12) und auch von den Menschen gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5,14). Deshalb entzündet der Vater oder der Pate des Täuflings die Taufkerze an der Osterkerze, um das Licht Christi weiterzugeben. Sie ist ein Symbol dafür, dass auch der Täufling ein Licht ist und ewiges Leben geschenkt bekommt.

Michael Bogedain www.pfarrbriefservice.de

Das Taufwasser

Der Leiter der Tauffeier (der Priester oder Diakon) gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und sagt dabei: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Wasser ist ein Zeichen für Leben, für Reinigung und Erneuerung. Mit der Taufe werden wir in der Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen, beginnen ein „neues“ Leben mit Jesus Christus.

Das Kreuzzeichen

Man kann das Kreuzzeichen als das kürzeste Glaubensbekenntnis der Christen bezeichnen. Zu Beginn der Taufe bezeichnet der Priester oder Diakon den Täufling mit dem Kreuzzeichen, danach die Eltern und die Paten. Dies drückt symbolhaft aus, dass der Täufling zu Christus gehört.

Michael Bogedain www.pfarrbriefservice.de

Die Salbung

Der Priester salbt den Täufling mit Chrisam (geweihtem Öl) und macht so die Aufnahme des Täuflings in das Volk Gottes deutlich. Früher wurden Könige für ihr Amt gesalbt; sie wurden geheiligt für ihre Aufgabe. Ihre Würde wurde ihnen von Gott verliehen. Genau das zeigt die Salbung mit Chrisam in der Taufe.

Das Taufkleid 

Ein weißes Kleid wird dem Täufling während der Taufe aufgelegt oder angezogen.

In der frühen Kirche gab es nur Erwachsenentaufen. Als Zeichen für das neue Leben mit Christus zogen die Täuflinge dann die weißen Taufkleider an. Die Bedeutung ist also: "Ich gehöre zu Jesus".

Taufbrunnen in St. Michael

Taufpaten: Freunde fürs Leben

Der Pate ist ein Begleiter auf dem Lebensweg des Kindes. Der Begriff „Pate“ kommt vom lateinischen pater (Vater). Paten begleiten den Täufling auf seinem Glaubensweg. Der Taufpate bzw. die Taufpatin spricht – zusammen mit den Eltern und als Stellvertreter für den Täufling - das Glaubensbekenntnis. Es ist seine Aufgabe, dazu beizutragen, dass der Getaufte ein christliches Leben führt.

In früheren Zeiten hatten die Taufpaten im Falle des frühen Todes der Eltern eine Fürsorgepflicht für das Kind. Dies wird auch heute noch von manchen Eltern oder Paten gewünscht. Aber das Patenamt an sich berechtigt nicht zur Übernahme der Vormundschaft; ggf. muss hier durch ein Testament vorgesorgt werden.

Ein Kind kann einen oder zwei Paten haben. Wenn es zwei Paten hat, sollen dies ein Mann und eine Frau sein.

Taufstein in St. Katharina

Wer kann Taufpate werden?

Bei einer katholischen Taufe muss der Taufpate katholisch sein. Er/Sie darf zum Zeitpunkt der Taufe nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Der Taufpate soll mindestens 16 Jahre alt und gefirmt sein. Die Eltern können die Patenschaft beim eigenen Kind nicht übernehmen.