Die Firmung

 

Besiegelt mit der Kraft des Heiligen Geistes

Was geschieht in der Firmung? Welche Hilfe haben die jungen Leute konkret von diesem Sakrament zu erwarten? Die Kraft des Heiligen Geistes. Aber wie äußert sich diese Kraft? Wer oder was ist Heiliger Geist? Wie kann ich ihn in meinem Leben wirken lassen? Schwierige Fragen, selbst für Erwachsene, erst recht für Jugendliche.

Warum Firmung?

Was wird aus mir? Welche Fähigkeiten habe ich? Wie kann ich sie entfalten und einbringen? Was macht mich stark, was gibt mir Kraft? Wovon lasse ich mich be­stimmen? Werde ich den Anforderungen, die an mich gestellt sind, gerecht werden?

Als Christ zu leben und die Sendung der Kirche eigenverantwortlich mitzutragen ist jedem Getauften aufgetragen. Nicht aus eigener Kraft ist das möglich, sondern nur in Offenheit für Gottes Geist. Ihn hat Jesus für die Zeit nach seinem Tod als Beistand verheißen. Seine Wirkung hat die Kirche beim ersten Pfingstfest in Jerusalem erfah­ren. Dieser Heilige Geist wird einem Ge­tauften in der Firmung verliehen.

Friedbert Simon www.pfarrbriefservice.de

Das Pfingstereignis

Was ist an Pfingsten geschehen? Aus ängstlichen Menschen sind Apostel ge­worden. Die am Ölberg davongelaufen waren, die Angst hatten, sich unter dem Kreuz zu Jesus zu bekennen, werden Bo­ten Christi. Angefangen hat dieser Weg in der Lebensgemeinschaft mit dem irdischen Jesus. Pfingsten ist ein neuer Schritt. Der Heilige Geist macht die Jüngergemeinschaft erwachsen und lässt sie als Kirche Jesu Christi sichtbar und wirksam werden. Die Kirche nimmt nun ihren Weg durch die Zeit.

Was an Pfingsten geschehen ist, geschieht im Sakrament der Firmung. Die Zeichen und Worte der Firmspendung bringen zum Ausdruck: Jetzt handelt Gott. Er schenkt seinen Heiligen Geist. Er gibt ihn allen, die darauf warten und sich danach sehnen.

Taufe und Firmung

Geschichtlich und inhaltlich ist das Sakra­ment der Firmung mit der Taufe verwandt und wird zum Beispiel in der Ostkirche heute noch zusammen mit der Taufe ge­spendet. In der Taufe empfängt der Christ den „Geist Gottes“. In der Firmung wird dieser Gesichtspunkt des Taufgeschehens aufgegriffen und in den Mittelpunkt ge­stellt. Die Ursache liegt in der Tatsache, dass sich schon in der frühen Kirche die Kindertaufe durchsetzte. In der Kinder­taufe wird deutlich, dass Gott sich dem Menschen zuwendet: es ist ein Geschenk.

Der ergänzende Gedanke der freiwilligen, persönlichen Zustimmung des Christen kommt aber zu kurz.

Die Firmung, die im Idealfall einem Er­wachsenen gespendet wird, in der Regel jedoch den Jugendlichen (zwischen 14-16 Jahren), stellt darum die bewusste und frei­willige Entscheidung für den Glauben in die Mitte. Mit dieser Entscheidung nimmt der Firmling nachträglich das Taufverspre­chen für sich selbst an, das bei seiner Taufe stellvertretend Eltern und Taufpaten abge­geben haben.

Voraussetzungen zur Firmung

Wer zur Firmung zugelassen werden will, muss getauft sein und ein Alter er­reicht haben, in dem er die Bedeutung der Firmung erkennen kann; er muss seine Bereitschaft zum Empfang der Fir­mung zeigen, indem er ausdrücklich um sie bittet und sich auf sie vorbereitet. In unserer Pfarrei St. Marien erhalten die Jugendlichen  frühzeitig eine Einladung zur Firmvorbereitung.

Aufgaben des Firmpaten

Die Aufgaben des Firmpaten entsprechen denen des Taufpaten, d. h. er muss katho­lisch, mindestens 16 Jahre alt und selber gefirmt sein. Der Firmpate soll den Firmling bei dessen christlicher Lebensführung be­gleiten und unterstützen. Die Bereitschaft dazu bringt er in der Feier dadurch zum Ausdruck, dass er den Firmling zum Emp­fang des Sakramentes begleitet.

Michael Bogedain www.pfarrbriefservice.de

Spendung der Firmung

Das Sakrament der Firmung wird vom Bischof im Rahmen einer Messfeier ge­spendet. Die Firmlinge treten einzeln mit ihrem Firmpaten oder ihrer Firmpatin vor den Bischof. Der Pate legt zum Zeichen der Unterstützung die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings und nennt den Vor­namen des Firmlings. Der Bischof zeichnet mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn des Firmlings, wobei er spricht: „ N., sei besie­gelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Gefirmte oder die Gefirmte antwortet: „Amen“.

Termin für die nächste Firmfeier

.2015  in der Marienkirche.