Der katholische Friedhof im Marienviertel

Noch zur Zeit der ersten Heidekirche und vor Erhebung von St. Marien zur Pfarrei 1888 wurde am 8. September 1873 an der Lipperheidstraße ein erstes Grundstück als katholischer Friedhof gesegnet. Nach mehreren Erweiterungen erhielt er im Jahre 1902 seine heutige Gestalt.

Als pfarreigene Begräbnisstätte hat der Marienfriedhof eine besondere Prägung: Kreuze und christliche Symbole auf den Grabsteinen, brennende Kerzen und frische Blumen weisen hin auf den christlichen Glauben und das ewige Leben bei Gott. Die gepflegte Bepflanzung mit Hecken, Bäumen und Sträuchern macht den Friedhof zu einer grünen Oase und zu einem immer wieder gern aufgesuchten Ort der Besinnung inmitten des benachbarten Wohngebietes.

Die Kapelle auf dem Marienfriedhof

Josef Schmittmann, ab 1888 der erste Pfarrer an St. Marien, errichtete auf dem Marienfriedhof eine kleine gotische Kapelle für die Begräbnisfeiern und als Grabstätte für die Pfarrer der Gemeinde. Diese erste Kapelle wurde 1975 durch einen modernen Klinkerbau nach Plänen des Oberhausener Architekten Wilhelm Lippe ersetzt.

Der geräumige Andachtsraum der neuen Kapelle wird durch ein großes Buntglasfenster über dem Eingangsportal in ruhiges Licht getaucht. Die Oberhausener Künstlerin Ida Köhne, aus deren Hand auch die schmiedeeisernen Friedhofstore stammen, hat hier das himmlische Jerusalem gestaltet und den Andachtsraum so mit einem Kunstwerk überschrieben, dass die Hoffnung des christlichen Auferstehungsglaubens zum Ausdruck bringt.

Die Grabstätten der Pfarrer

An der Kapelle sind neben dem kupferbeschlagenen Eingangsportal Gedenktafeln zur Erinnerung an die Pfarrer der Mariengemeinde angebracht. Der Steinmetz Werner Kölkes hat die Tafeln in einer Kunstschrift gestaltet, damit der Betrachter in Ruhe die Buchstaben und Zahlen entziffern und sich an das Leben des Verstorbenen erinnern kann. Eine Kerze lädt zum gedenkenden Gebet für die Verstorbenen ein.

Die Gräber von Pfarrer Josef Schmittmann, Dechant Christoph Brors, Pfarrer Franz Schütte und Pfarrer Wilhelm Braukämper befinden sich noch in der alten Gruft unter der neuen Kapelle. Die Pfarrer Johannes Wiechers (St. Michael, + 2002) und Bernhard Multhaupt (St. Marien, + 2005) haben ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof neben den Grabstätten der Dernbacher Schwestern gefunden, die jahrzehntelang als Ordensschwestern im St. Josef-Hospital und im Kindergarten gewirkt haben.

Die Möglichkeiten zur Beisetzung

Heute steht der Marienfriedhof nicht nur Pfarrangehörigen für Beerdigungen zur Verfügung. Im Gebäude der neuen Kapelle können die Verstorbenen bis zur Beisetzung in drei klimatisierten Räumen aufgebahrt werden. Neben der traditionellen Erdbestattung im individuellen Grab ist auch eine Urnenbestattung oder eine Beisetzung im Reihengrab mit einheitlicher Grünbepflanzung möglich.

 

Öffnungszeiten des Marienfriedhofes:

Winter:      08.00 - 17.30 Uhr

Sommer:    07.30 - 19.00 Uhr

Sommer-/Winterzeit entsprechend der Uhrenumstellung.

 

Weitere Informationen zu den Gebühren und zu den Beerdigungsmöglichkeiten erhalten Sie im Pfarrbüro.