Kircheninventar

Kreuzweg

Der Kreuzweg, geschaffen ca.1946-48 vom Bildhauer und Grafiker Aloys Röhr (1887 – 1953) aus Münster, war ein Geschenk der Gruppierungen der Gemeinde zur Einweihung der Notkirche und zum Priesterjubiläum des damaligen Rektors, Pater Wilhelm Mangartz, am 31.5.1949.
Nachdem unsere Kirche 1999 renoviert wurde, bekam der Kreuzweg seine heutige Anordnung: die Kreuzwegstationen beginnen links neben dem Haupteingang und enden vor der Orgel.

Statue Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen Jesu

Diese 1,80 m hohe Holzstatue hat seit 1984 ihren endgültigen Platz: links neben dem Altar in unserer Kirche gefunden.. Die Art der künstlerischen Darstellung unserer Statue ist das Sinnbild für die unlösbare Verbundenheit Marias mit Christus. Diese Darstellung der Gottesmutter als Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen Jesu (Notre Dame du Sacre Coer) geht zurück auf den französischen Ordensgründer der Herz-Jesu-Missionare, Jules Chevalier (1824 – 1907).

 

Chevalier war tief bewegt von den Nöten seiner Zeit .Im Herzen Jesus sah er seine Berufung und glaubte ,daraus könne eine bessere Welt hervorgehen. Deshalb gründete er am 8. Dezember 1854 als Vikar in Issoudun die Gemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare .Durch sein Wirken entwickelte sich Issoudun zum größten Wallfahrtsort in Mittelfrankreich.1959 zählte der Orden 3000 Mitglieder in 12 Provinzen.

Altar und Tabernakel

Der Tabernakel, ursprünglich vom Kölner Professor Elmar Hillebrand geschaffen, wurde 1961 in der Künstlerwerkstatt von Egino Weinert, Köln, geändert. Der Stahlpanzer wurde mit blauem, grünem und schwarzem Email umkleidet und zeigt in Silberschmelz aufgelegt, die himmlische Burg Jerusalem mit dem Lamm auf dem Thron. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil wurde in unserer Kirche der Altarraum umgestaltet und der Tabernakel bekam einen neuen Platz. Der Altar wurde vorgezogen und verkleinert und ruht auf acht achteckigen Säulen. Für den Tabernakel wurde ein um drei Stufen erhöht stehender Marmortisch vor die Kirchenrückwand gesetzt. So wurde der Tabernakel mehr zum Mittelpunkt des Gottesdienstraumes und für alle Kirchenbesucher sichtbar.

 

Taufbecken

Das Taufbecken in der Kirche hat eine sehr ungewöhnliche Form: Das Becken ist eine echte Riesenmuschel (70 cm im Durchmesser), auch Mördermuschel genannt, aus dem Pazifischen Ozean. Die Herz-Jesu-Missionare sind seit über hundert Jahren in Papua Neuguinea tätig und haben unserer Gemeinde ein so kostbares Exemplar zukommen lassen. Auf einem dreifüßigen Ständer liegt diese Muschel seit 1995 auf und daran werden seitdem die Taufen gefeiert.

 

Ambo, Osterleuchter, Kerzenständer

Der kunstvoll gestaltete Bibelständer (Ambo ) wurde 1978 durch den Oberhausener Kunstschmied Hans Chwalek geschaffen. Er besitzt eine Besonderheit: das Evangeliar wird nach der Messe auf die andere Seite, also in Richtung Gemeinde gelegt. Diese Ablage wurde nachträglich durch unser Gemeindemitglied Manfred Dephoff gestaltet und angebracht. Ein Osterleuchter und sechs Kerzenständer wurden ebenfalls von Herrn Chwalek gestaltet und ausgeführt.

 

Strahlenmonstranz

Die Monstranz, von dem Künstler Egino Weinert aus Köln, ist seit September1960 im Besitz unserer Gemeinde und seit dieser Zeit ständig genutzt. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Kreuz, dessen Mittelpunkt eine große Kugel ist, in der die Lunula mit der Hostie Platz findet. Sie ist umgeben von vielen Strahlen, die wiederum in goldenen Kugeln mit bunten Steinen enden. Die Kreuzbalken sind mit kleinen Emaille-Täfelchen besetzt. Auf der Vorderseite zeigt der Längsbalken auf rotem Grund die zwölf Apostel. Auf dem Querbalken finden wir die Symbole der Evangelisten: den Löwen für Markus, den Engel für Matthäus, den Adler für Johannes, den Stier für Lukas. Zur Mitte hin schweben je zwei Seraphine.

Beweinung Christi

Die Figurengruppe Beweinung Christi steht in der Nische an der Straßenwand. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das 75 cm hohe Eichenschnitzwerk zeigt die knieende Maria, die den zu Boden gesunkenen Sohn hält. Dabei stehen Joseph von Arimathia und Maria Magdalena.

 

Herz-Jesu-Kapelle 

Die Herz-Jesu –Kapelle ist ein kleiner Vorraum zur Kirche. Eine Glaswandabtrennung gibt jedoch den Blick frei auf den gesamten Innenraum der Kirche mit dem Tabernakel. In der tagsüber geöffneten Kapelle steht eine ca. 1 m hohe Herz-Jesu-Figur aus Holz. So hat man jederzeit die Möglichkeit hier zu einem stillen Gebet zu verweilen oder eine Opferkerze anzuzünden.

 

Der Klostergarten

Was wäre alles ohne unsere Oase der Ruhe: der Klostergarten?. Der Klostergarten bildet die Begrenzung des Klostergrundstückes nach Westen, ist ca. 2500 Quadratmeter groß und liegt sehr ruhig zwischen der Joseph- und Almastraße. Der Aufenthaltsbereich besteht aus einem zentralen gepflasterten Platz zur Aufnahme eines flexiblen Außenaltars, einem Sitzbereich für die Treffen der unterschiedlichen Gruppierungen und einer sehr gut gepflegten Rasenfläche. So wird der Garten vielfältig genutzt für religiöse Feiern (Fronleichnam), Gruppenstunden für Pfadfinder und Messdiener, Zeltwochenenden, Grillabende und natürlich unser Gemeindefest.

 

Die Krippe

Unsere ersten Krippenfiguren (Hl. Familie, ein Engel, ein Hirte und drei Schafe) stammen aus der Hand des Bildhauers und Malers Karl Zwernemann aus Essen.1956 wurden diese ergänzt durch die Hl. Drei Könige. In den letzten Jahren konnten durch Spenden einige Figuren hinzu gekauft werden. Durch die Kreativität und das Engagement des Krippenbauvereins entstand nach und nach eine große Krippenlandschaft mit vielen Details.

 


Text: Dieter Driessen
Fotos: Dieter Driessen, Josef Schottes
Gestaltung: Christian Vögelin


Quellen + Literatur:
Abbild des Himmels von Heinz Dohmen-1977
Chronik der Klosterkirche 1998-Josef Führ, Hans Schwörer
Verschiedene Artikel aus alten Pfarrbriefen von Irmgard Trieb